Julien Schaal - Alsace Schiste Grand Cru Kastelberg 2023
97-98/100
Yves Beck
17,5/20
Jancis Robinson
94/100
James Suckling
„Ein ganz großer Wein in der Mache (Yves Beck)“
„Das Bouquet offenbart subtile fruchtige Noten mit Anklängen von Aprikosen, Weinbergpfirsichen, Pfefferminze und Zitronengras. Die klassischen Feuerstein-Noten sind ebenfalls präsent, wie ein Fundament, das die olfaktorische Basis sichert. Am Gaumen zeigt sich der Wein zurückhaltend und bedächtig. Er kann sich zwar auf den prägnanten und strukturgebenden Charakter seiner Säure verlassen, hat aber kaum Lust, sich zu beeilen. Warum auch? Er ist für mehrere Jahrzehnte ausgelegt. Auch die Bitterkeit spielt eine Schlüsselrolle in der Ausprägung dieses Weins. Sie sichert den geschmacklichen Hintergrund, indem sie Kraft verleiht und den aromatischen Ausdruck sowohl in der Intensität als auch in der Persistenz unterstreicht. Der Wein weiß genau, wohin er will, aber er weiß noch nicht, wie! Da alle notwendigen Elemente vorhanden sind, um dies zu erreichen, entscheidet er sich logischerweise für Geduld und Zeit.“ (Yves Beck 2024)
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Auge
Blassgoldene Farbe mit grünen Reflexen
Nase
Elegant, kraftvoll, mit einem zarten und zurückhaltenden Bouquet, zitronig und mineralisch, Aromen von Jasmin und Akazie, Zitrone, Pfirsich, grünem Apfel, Feuerstein und feuchter Kreide
Geschmack
Mineralisch und frisch, mit trockenem und spritzigem Charakter, eleganter Struktur, exotischen Noten, Steinobst und Zitrusfrüchten
Servieren
Zwischen 9 und 11 °C
Vorher trinken
2050+
Wache
10 bis 15 Jahre
Weinbegleitung
Austern, Miesmuscheln, Krabben, Garnelen, asiatische Gerichte, Fisch mit gehackten Tomaten und Pfefferminze, Salate mit Zitrusfrüchten...
Bettane & Desseauve
Domaine noté 2*Étoiles (Une production sérieuse et recommandable mais un peu plus régulière et homogène que la précédente)
Über das Weingut:
Parallel zu einem Handelsprojekt in Südafrika gründete Julien Schaal 2011 sein elsässisches Unternehmen – ein ganz besonderes Unterfangen, da es sich ausschließlich um einen Weinhandel handelt, der auf dem Ankauf von Trauben aus Grand-Cru-Lagen basiert. Derzeit stehen neun Grand-Cru-Weine auf der Karte, die so ziemlich alle Bodentypen der Region abdecken, und es wird ausschließlich Riesling angeboten, abgesehen von einem Gewürztraminer vom Osterberg und einer Cuvée vom Altenberg in Bergheim. Bei einer Blindverkostung haben uns seine 2017er-Weine verblüfft. Hut ab!
Jancis Robinson
Bewerteter Wein (Weinführer 2024) 17,5/20
Domaine noté (guide 2023) Recommended
Zum Wein:
Eine spritzige Nase mit einer gewissen Fülle, obwohl der Wein trocken im Abgang ist. Er wird durch Noten von Grapefruit, einen Hauch von weißem Pfirsich und deutliche Mineralität abgerundet. Ein echter Genuss!
James Suckling
Bewerteter Wein (Weinführer 2024) 94/100
Domaine noté (guide 2023) Recommended
Zum Wein:
Dieser mineralische und salzige Riesling präsentiert Aromen und Geschmacksnoten von getrockneter Ananas, Zitronenschale, Schiefer und Thymian. Er ist mittelkräftig bis kräftig mit Anklängen von Feuerstein und Stein und entwickelt im Abgang einen leicht rauchigen Charakter. Lang und trocken. Zum sofortigen Genuss oder zum Lagern geeignet.
Yves Beck
Bewerteter Wein (Weinführer 2024) 97–98/100
Zum Wein:
Riesling und Schiefer – das ist eine lange Geschichte der Liebe, der Harmonie, der Verbundenheit und des unerschütterlichen Einvernehmens. Es ist auch eine Geschichte des Charakters und der Auseinandersetzung. Beide müssen sich einigen, und das ist nicht immer einfach, doch im Allgemeinen räumt das Streben nach Exzellenz alle Hindernisse aus dem Weg. Das Bouquet offenbart subtile fruchtige Noten mit Nuancen von Aprikosen, Weinbergpfirsichen, Pfefferminze und Zitronengras. Die klassischen Feuerstein-Noten sind ebenfalls präsent, wie ein Fundament, das die olfaktorische Basis sichert. Am Gaumen zeigt sich der Wein zurückhaltend und bedächtig. Er kann sich auf den prägnanten und strukturgebenden Charakter seiner Säure verlassen, hat aber kaum Lust, sich zu beeilen. Warum auch? Er ist für einige Jahrzehnte ausgelegt. Auch die Bitterkeit spielt eine Schlüsselrolle in der Gestaltung dieses Weins. Sie sichert den geschmacklichen Hintergrund, indem sie Kraft verleiht und den aromatischen Ausdruck sowohl in der Intensität als auch in der Persistenz unterstreicht. Der Wein weiß genau, wohin er will, aber er weiß noch nicht, wie! Da alle notwendigen Elemente vorhanden sind, um dies zu erreichen, entscheidet er sich logischerweise für Geduld und Zeit. Ein ganz großer Wein in der Mache. 2030–2060
