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Madiran

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Madiran

Der rote Madiran: ein Wein mit Charakter 

Das Anbaugebiet Madiran liegt in den Departements Hautes-Pyrénées, Gers und Pyrénées-Atlantiques, zwischen zwei Verwaltungsregionen (Aquitaine und Midi-Pyrénées), und deckt sich mit dem des Pacherenc du Vic Bilh; es gehört zudem zum Anbaugebiet Béarn.  Die AOC Madiran wurde per Dekret vom 10. Juli 1948 verliehen und gilt ausschließlich für Rotweine aus diesem Terroir. Das Weinbaugebiet Madiran erstreckt sich über etwa 1.400 Hektar nördlich von Pau.

Innerhalb der Appellation werden die lehm- und kalkhaltigen Böden bevorzugt für die roten Rebsorten, aus denen der rote Madiran-Wein gekeltert wird. Die vorwiegend aus Lehm und Kiesel bestehenden Terroirs begünstigen die weißen Rebsorten, aus denen die trockenen oder lieblichen Weine von Pacherenc entstehen. Die Charakteristika des Madiran kommen in den Weinen des Château Montus, des Château Bouscassé, der Domaine Berthoumieu oder der Domaine Alain Brumont voll zur Geltung.

Die im Südwesten Frankreichs, an der Schnittstelle der Departements Gers, Pyrénées-Atlantiques und Hautes-Pyrénées, produzierten Madiran-Weine profitieren von einer idealen geografischen Lage zwischen Meer und Bergen. Die Weinberge dieser Appellation erstrecken sich über eine Fläche von 1400 ha inmitten eines reichen und vielfältigen Terroirs. In Verbindung mit der Tannat, der emblematischen Rebsorte der AOC, ist der Madiran ein sehr alter Wein, dunkel im Aussehen und kräftig im Geschmack, dessen moderne Geschichte dank des Engagements mutiger und visionärer Winzer geschrieben wird.

Eine lange Geschichte inmitten einer reichen und vielfältigen Region

Der Weinbau, der bereits in der gallorömischen Zeit betrieben wurde, entwickelte sich im 10. Jahrhundert dank religiöser Gemeinschaften weiter. An der Jakobsroute wurden den Pilgern bereits damals bei ihren Rastpausen Weine aus Madiran angeboten. In den 1890er Jahren wurde der Weinbau durch die Reblaus schwer geschädigt, doch er erholte sich und setzte seine Expansion im Laufe des 20. Jahrhunderts fort.

Ein Terroir von großer Vielfalt

Dieser traditionsreiche Wein zeichnet sich durch ein reichhaltiges und vielfältiges Terroir aus: Auf Kalk-Lehm-Böden findet man steinige und gut durchlässige Böden, die sich für langlebige Weine eignen; auf lehmigen Böden hingegen herrschen leichte und durchlässige Böden vor, die geschmeidige Weine hervorbringen. Eine dritte Bodenart, bestehend aus gerollten Kieselsteinen, bildet ein ideales Terroir für die Madirans.

Die Kraft einer charakteristischen Rebsorte

Der Tannat, eine alte und charakteristische Rebsorte, dominiert in den Weinbergen der AOC Madiran. Er ist reich an Anthocyanen und Tanninen und verleiht dem roten Madiran-Wein seine ganze Kraft und Struktur. Sie kann mit den beiden Cabernet-Sorten (Sauvignon und Franc) kombiniert werden, doch schreibt die Appellation vor, dass ein Madiran-Wein zu mindestens 50 % aus Tannat bestehen muss. 
Der Rest des Rebsortenspektrums besteht aus Cabernet Franc, Sauvignon und in weitaus geringerem Maße aus Fer-Servadou, einer der ältesten Rebsorten der Region, die heute nur noch selten anzutreffen ist.

Eine anspruchsvolle Rebsorte

Im Laufe der Zeit haben die Winzer der Madiran-Weinberge ihre Weinbereitungsmethoden an die Besonderheiten dieses Weins angepasst. Um die Tannine bestmöglich zu zähmen, sind sie verpflichtet, ihn vor dem Verkauf ein Jahr lang im Keller reifen zu lassen. 
Die Herstellung von Weinen dieser Appellation erfordert zudem die Beherrschung des Ausbaus im Fass, der manchmal über einen langen Zeitraum erfolgt. Auf diese Weise werden die Tannine gemildert und es entstehen Madirans mit gutem Lagerpotenzial (zwischen 5 und 10 Jahren).

Engagierte und innovative Winzer

Als Liebhaber ihres Terroirs haben einige Winzer die Kunst des Weinbaus weiterentwickelt, indem sie sich an die besonderen Gegebenheiten ihrer Weinberge angepasst haben. Anfang der 1980er Jahre galt Alain Brumont als Pionier, als er das Château de Montus erwarb und einem Madiran-Wein aus 100 % Tannat zu Ansehen verhalf. Parallel dazu brachte er den Weinberg des Château Bouscassé, eines Familienweinguts, zum Blühen, indem er neue Techniken erfand, die Tradition und Moderne gekonnt miteinander verbanden. Auf dem Château d’Aydie passt sich die Familie Laplace ihrer Zeit an und hält gleichzeitig den Geist der Madiran-Weine lebendig.

Weine von internationalem Ruf

Dank dieser ständigen Anpassung der Winzer an die Anforderungen ihrer Weinberge und der Hinterfragung traditioneller Anbaumethoden haben sich zahlreiche Weine einen weltweiten Ruf erworben, der dem einiger Bordeaux-Cru-Weine in nichts nachsteht. In die Fußstapfen von Alain Brumont treten weitere talentierte Akteure, die zum Erfolg dieser Appellation beitragen, wie die Schwestern Bortolussi auf der Domaine Berthoumieu oder Corinne Dousseau an der Spitze der Domaine Sergent.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Madiran

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