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Pouilly-Fumé

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Pouilly-Fumé
Das Weinbaugebiet Pouilly liegt im Pays Nivernais am rechten Ufer der Loire und erstreckt sich über sieben Gemeinden. Seit einem Erlass aus dem Jahr 1937 darf es zwei Herkunftsbezeichnungen führen: Pouilly-Fumé und Pouilly-sur-Loire. Die Herkunftsbezeichnung Pouilly-Fumé verdankt ihren ursprünglichen Namen der Besonderheit des Terroirs, auf dem der Wein angebaut wird – ein Terroir, das auf sandigen oder kiesigen Terrassen ruht, die aus alten Schwemmböden bestehen, die sich auf Kalksteinen aus dem Kimmeridgium und dem Oxfordium (harte Kalksteine und Feuerstein) abgelagert haben, das dem im Sancerrois recht ähnlich ist.

Etwa 200 km von Paris entfernt, im Südosten des Pariser Beckens, liegt das Anbaugebiet des Pouilly-Fumé an den Ufern der Loire, die das lokale Klima stark beeinflusst. Er erstreckt sich über etwa 1.1200 Hektar, mit einer Jahresproduktion von über 59.000 Hektolitern, und erlaubt nur eine einzige Rebsorte: den Sauvignon Blanc. Es ist übrigens vor allem die Rebsorte, die den Pouilly-Fumé von der Schwester-Appellation Pouilly-sur-Loire unterscheidet.

Die Appellation Pouilly-Fumé produziert ausschließlich Weißweine, die sich durch charakteristische „Feuerstein“-Aromen, eine reichhaltige Mineralität und Zitrusnoten auszeichnen. Pouilly-Fumé-Weine können bereits in ihrer Jugend getrunken werden, doch bestimmte Cuvées verfügen über ein hohes Lagerpotenzial. Hervorzuheben ist zudem die Qualität der Weine vom Château de Tracy, der Domaine Didier Dagueneau oder der Domaine Michel Redde et Fils.

Der weiße Pouilly-Fumé: ein spritziger und fruchtiger Wein

Am Ufer des größten Flusses Frankreichs, rund um Pouilly-sur-Loire (in der Nähe von Nevers), entsteht der Pouilly-Fumé. Es handelt sich um einen geschichtsträchtigen Wein, vielleicht einer der ältesten französischen Crus, der exemplarisch für charaktervolle trockene Weißweine steht. Seit 1937 trägt er die Bezeichnung „Appellation d’Origine Contrôlée“ (AOC), doch erste historische Spuren lassen sich bereits im 5. Jahrhundert nachweisen. Im Mittelalter verwendeten ihn die örtlichen Benediktiner als Messwein, doch erst Ende des 18. Jahrhunderts setzte der kommerzielle Erfolg ein. Als „Liebling des Weinbaus“ profitierte der Pouilly-Fumé damals von der Nähe zur Loire, um seinen Ruf dank eines einfachen und beständigen Transports auf dem Wasserweg zu festigen. Auf diesen geologisch komplexen (Kalkstein, Feuerstein und Mergel) und nach Süden ausgerichteten Böden entfaltet die Sauvignon-Traube – die einzige Rebsorte des Pouilly-Fumé – ebenso vielfältige wie elegante Aromen. Diese Eleganz und Vielfalt sorgen dafür, dass der Weißwein Pouilly-Fumé hervorragend zu zahlreichen Gerichten der französischen Küche passt.

Eine außergewöhnliche Aromenvielfalt

Der Pouilly-Fumé zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Homogenität seiner Hauptmerkmale aus. Doch obwohl er stets trocken und fruchtig ist und Aromen von Zitrusfrüchten, Minze und Farn aufweist, sorgt die geologische Vielfalt des Terroirs für angenehme Überraschungen. Während bestimmte kalkhaltige Böden dem Pouilly-Fumé einen leichten Geschmack nach schwarzen Johannisbeeren verleihen, kann der stellenweise vorhandene Feuerstein ihm auch einen eher pflanzlichen Geschmack verleihen, begleitet von einer sehr charakteristischen „Feuersteinnote“. An anderen Stellen können merzigere Böden manchmal einen leichten Narzissen-Geschmack hervorrufen. Als lebendiger Wein mit einem Lagerpotenzial von etwa 5 Jahren variieren die geschmacklichen Eigenschaften des Pouilly-Fumé je nachdem, ob er jung oder gereift getrunken wird. Doch unabhängig vom Zeitpunkt der Verkostung wird er, sofern er gut gelagert wurde, Liebhaber trockener Weißweine stets begeistern.

Pouilly-Fumé blanc und Gastronomie

Der Pouilly-Fumé ist ein trockener Weißwein. Als solcher passt er zweifellos hervorragend zu Meeresfrüchten und Fisch. In diesem Zusammenhang seien unter anderem Lachs in all seinen Zubereitungsformen, Aal, Riesengarnelen, Rochen, Krabben und Garnelen genannt. Da seine Wiege in der Nähe von Troyes liegt, wurde er historisch gesehen auch schon immer mit Andouillette genossen. Bei Fleisch passt er am besten zu Geflügel. Was Käse angeht, entfaltet der Pouilly-Fumé sein volles Aroma am besten in Kombination mit trockenem oder halbtrockenem Ziegenkäse.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Pouilly-Fumé

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